Mehr als 160.000 Einwohner nahe Barcelona wurden am Samstag aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen, nachdem ein Brand in einem Chemikalienlager eine giftige Chlorwolke über mehrere Küstengebiete geschwemmt hatte. Die spanischen Behörden erließen diese Notfallmaßnahme, als Feuerwehrleute in der Stadt Vilanova i la Geltrú, rund 50 Kilometer südwestlich von Barcelona , gegen einen gefährlichen Brand kämpften . Das Feuer brach am frühen Samstagmorgen in einer Anlage aus, in der Chemikalien zur Poolreinigung gelagert wurden. Nach Angaben der regionalen Feuerwehr enthielt das Lager große Mengen chlorhaltiger Produkte, die bei Entzündung gefährliche Gase in die Luft freisetzten.

Die Rettungskräfte reagierten umgehend und entsandten mehrere Einheiten, um den Brand unter Kontrolle zu bringen und die Konzentration der Chemikalien in der Luft zu überwachen. In einer Warnung in den sozialen Medien forderte der Zivilschutz die Menschen in den betroffenen Gebieten dringend auf, ihre Häuser und Arbeitsplätze nicht zu verlassen. „Wenn Sie sich in der betroffenen Zone befinden, verlassen Sie weder Ihr Zuhause noch Ihren Arbeitsplatz“, erklärte der Dienst. Den Bewohnern wurde außerdem geraten, Fenster und Türen abzudichten, um sich nicht den giftigen Dämpfen auszusetzen.
Das Alarmgebiet erstreckt sich über fünf Gemeinden entlang der katalanischen Küste, von Vilanova i la Geltrú bis Calafell bei Tarragona. Behördenangaben zufolge wurden bisher keine Verletzten oder Todesopfer gemeldet. Dennoch wurden vorsorgliche Straßensperrungen verhängt, Straßen gesperrt und nahegelegene Bahnhöfe vorübergehend geschlossen, um den Zugang zum Gefahrenbereich zu verhindern. Die Rettungskräfte beobachten die Lage weiterhin und verfolgen die Ausbreitung und Toxizität der Chlorgaswolke genau. Ein Sprecher der Feuerwehr bestätigte, dass die Atmosphäre weiterhin überwacht wird und Spezialteams daran arbeiten, das Feuer einzudämmen und die Umweltschäden zu begrenzen.
Die lokalen Behörden haben noch nicht bestätigt, wie lange die Ausgangsbeschränkungen in Kraft bleiben werden, werden aber aktualisiert, sobald weitere Informationen verfügbar sind. Der Vorfall hat Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Lagerung gefährlicher Chemikalien in dicht besiedelten Gebieten geweckt, insbesondere angesichts der möglichen Auswirkungen von luftgetragenen Giftstoffen. Die Brandursache wird weiterhin untersucht. Die Behörden betonen zwar, dass die Lage unter Kontrolle sei, fordern die Bevölkerung jedoch auf, wachsam zu bleiben und alle Sicherheitsvorschriften zu befolgen, bis die Giftgefahr vorüber ist. – Von MENA Newswire News Desk.
